Theater

Bild aus dem Theaterkurs

Theatergruppe

Referentin: Goli Reichert

Dipl. Sozpäd. (FH)

hat auch eine eigene Internetseite.

Körper-Theater

Zunächst werden Übungen und Spiele zur Gruppenbildung (Kennenlernspiele zum Abbau von Berührungsängsten und Schaffen einer angstfreien und vertrauensvollen Atmosphäre) durchgeführt. Dabei wirkt vor allem das Spiel und die Darstellung der Leiterin motivierend für die Kinder und als Modell.

Anschließend werden Körper und Stimme durch Bewegungsspiele und Stimmimprovisationen aufgewärmt. Hierbei entstehen bereits kleine Szenen, in denen verschiedene Bewegungsqualitäten und körperliche sowie stimmliche Ausdrucksmöglichkeiten ausprobiert und angeregt werden. Wichtig dabei ist es, dass die Kinder zum einen lernen, eigene Scheu und Hemmungen abzubauen und sich zu trauen, eigene Stimmungen und Gefühle zu zeigen, andererseits müssen sie dabei auf -Spielvorgaben und Reaktionen der Mitspieler bzw. der Trainerin eingehen. Sie müssen genau beobachten, imitieren, erfinden, improvisieren... Hier werden verschiedene Übungen aus dem theaterpädagogischen Bereich sowie der Musik- und Bewegungserziehung verwendet.

Während dieser Übungsphase werden immer wieder spannende, dramaturgisch wertvolle Situationen festgehalten und hinterfragt: „Was wirkt spannend? Wie geht diese Szene weiter? Kann man diese Szene auch an einem anderen Ort spielen? Was ändert sich dadurch?" das sind beispielsweise Fragen, mit denen die Gruppe Ideen weiterentwickeln kann. Wichtig dabei ist es auch, dass sich die Kinder gegenseitig Feedback geben lernen. Das soll in einer Atmosphäre geschehen, in der jeder respektvoll und offen Anregungen und Lob aufnehmen soll. Es wird selbstverständlich von der Trainerin entsprechend moderiert. Während dieser Arbeit an verschiedenen Szenen lernen die Kinder wesentliche Aspekte der Bühnenpräsenz. Außerdem gestalten sie dabei die Szenen selbst mit. Es gibt keine vorher festgelegten Rollen/Stücke oder Geschichten, die gespielt und eingeübt werden sollen, vielmehr sollen aus den eigenen Ideen gemeinsam Szenen erarbeitet werden.

Als Ergebnis der Stoffsammlung von Szenen aus verschiedenen Übungen wird ein Stück für die Aufführung gebastelt. Dabei können neben Körper und Stimme ggf. auch zusätzliche Materialien wie z.B. Tücher, Steine, Becher, Schachteln o. ä. verwendet werden. Die Ergebnisorientierung des Workshops motiviert die Kinder zu intensiven Üben und fördert ihren eigenen Ehrgeiz. Die Aufführung stellt eine Herausforderung dar, die gemeinsam angegangen wird. Jeder einzelne ist gefragt und wird gefordert. Viele überwinden dabei - mithilfe der Gruppe und der Trainerin - bisher nicht gekannte Grenzen und gewinnen dadurch Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein.

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